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Mögliche Folgen einer verzögerten oder gestörten Sprachentwicklung

16.02.2013

Die kindliche Sprachentwicklung kann sowohl verzögert als auch gestört stattfinden. Als verzögert bezeichnet man Kinder, die verspätet mit dem Sprechen beginnen oder sich sprachlich zu langsam weiterentwickeln. Von einer Störung spricht man, wenn sich das Kind sprachlich anders entwickelt, als es der normale Entwicklungsverlauf vorsieht. (siehe "Die kindliche Sprachentwicklung")

Beide Formen haben nicht nur Auswirkungen auf die sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes, sondern können auch auf andere Entwicklungsbereiche beeinträchtigen. 

Die frühkindliche Sprachentwicklung bildet die Basis für die intellektuelle (kognitive) Entwicklung. Ausgeprägte Verzögerungen oder Störungen der Sprachentwicklung führen daher auch zu einem höheren Risiko einer Störung in der intellektuellen Entwicklung eines Kindes. 

Außerdem besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Sprache und dem Erwerb von mathematischen Fähigkeiten (Zählen und Rechnen). Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass lang andauernde Beeinträchtigungen im Spracherwerb das Risiko einer Rechenschwäche erhöhen

Auch die Rechtschreibregeln  im Deutschen beruhen auf sprachrhythmischen Regeln. Somit besteht im Falle einer Sprachentwicklungsverzögerung oder -störung ein erhöhtes Risiko einer Lese-Rechtschreib-Schwäche

Diese Zusammenhänge machen deutlich, dass es sinnvoll ist, schon bei ganz kleinen Kindern, die Auffälligkeiten in ihrer Sprachentwicklung zeigen, frühzeitig einen Kinderarzt aufzusuchen. Dieser wird mögliche Ursachen für die sprachlichen Beeinträchtigungen (z.B. Hörstörungen) diagnostizieren und gegebenenfalls eine Behandlung einleiten. Eine logopädische Therapie ist bereits bei Kindern ab zwei Jahren möglich. 

Eine frühest mögliche Erkennung von Problemen in der Sprachentwicklung hilft nicht nur, tiefgreifende Beeinträchtigungen in der sonstigen Entwicklung des Kindes zu verhindern, sondern auch später oft langwierige Therapien zu vermeiden.